Meine Geschichte:

 

An einem sonnigen Tag im Juli letzten Jahres beschlossen meine Besitzer, sich ein Aquarium zuzulegen, da es ja ganz ohne Tier auch nicht das Wahre sei. Vor vielen Jahren war der beste Freund meiner Familie mein Vorgänger, ihr geliebter Boxer Wulf:

 

                                                                   

 

So saßen sie, nachdem sie sich über Aquarien erkundigt hatten, beim Eisessen in einer Eisdiele in Passau. Einige Tische weiter saßen Gäste mit einer gelben Deutschen Dogge mit einer schwarzen Schnauze. Mein Frauchen dachte laut darüber nach, wie schön es doch wäre, wieder einen Hund zu haben. So eine Dogge sei ja nicht so groß, wie alle sagen, und es ist doch ein hübscher Hund. Da wußte sie noch nicht, was auf sie zukommt, wenn ich erst mal da bin *g*. Leider wollte Frauchen auch nicht glauben, daß diese Dogge höchstens ein halbes Jahr alt war und doch noch ziemlich wachsen würde.

 

Mein Herrchen beschloß sofort, Frauchen diesen Wunsch zu erfüllen und eine Dogge zu kaufen. Am selben Abend fand er im Internet 2 Züchter, deren Doggenwelpen bei dem einen sofort und bei dem anderen in ca. 3 Wochen abzugeben wären.

 

Da die Familie solche Blitzentschlüsse immer sofort durchführt, fuhren sie noch in derselben Nacht (2 Uhr früh) in Richtung Mannheim, um sich blaue Doggenwelpen anzusehen. Die Welpen waren schon ziemlich groß, ca. 3 Monate alt, und total süß. Leider (für mich Gott sei Dank)  wurde ihnen von den Züchtern auf Nachfrage zur Mutter eine „normale“ Doggenhündin vorgestellt, die weder Milchzitzen hatte, noch sehr begeistert von „ihren“ Welpen war. Dies war also nicht die Mami der kleinen. Desweiteren wurden die Welpen auf einer Art „Betonwiese“ gehalten, was für uns Doggen das Schlechteste überhaupt ist. Zum Glück kamen sich meine Besitzer ziemlich verarscht vor und verließen die Züchter sofort.

 

Auf dem Rückweg nach Hause fuhren sie noch bei meiner Züchterin, Frau Sonja Dander in Mengkofen bei Dingolfing vorbei, die mich und meine 15 Geschwister, also 16 schwarze Doggenwelpen hatte. Der Wurf meiner Mutter „Antonia“ war verwunderlicherweise extrem hoch, 18 Welpen brachte Mami zur Welt! Leider überlebten 2 meiner Geschwister die Geburt nicht, so dass wir noch 16 waren.

 

Der Anblick von uns überwältigte Frauchen, Herrchen und Petra. Wir 16 kleine schwarze "Etwas" lebten in einem liebevoll gestalteten Garten, die 2 kleinen Töchter unserer Züchterin, die uns alle 16 voneinander unterscheiden konnten und die Züchterin sind total nett und zuvorkommend. Es wurde umgehend beschlossen, einem von uns ein neues Zuhause geben zu wollen, aber welchem??? Da ich sehr aufgeweckt war, war die Tochter meiner Besitzer, Petra, von mir am meisten angetan, da ich nur einen kleinen weißen Fleck auf der Brust habe und auf der Innenseite meine Pfoten weiß bin. So entschieden sie sich für mich und sind bis heute stolz auf mich und ihre Entscheidung.

 

Da ich noch zu klein war, um meine neue Familie sofort zu begleiten, holten sie mich am 31. August in mein neues Zuhause, wo ich mein eigenes Zimmer habe und mich pudelwohl fühle.

 

Mittlerweile hat auch Frauchen schon festgestellt, daß wir Doggen als Welpen und im "Flegelalter" ziemlich schwierig sein können. Aus Übermut habe ich inzwischen schon mein 3. Bett total zerlegt. Der Garten war anfangs auch nicht vor mir sicher. Meinetwegen wurde ein neuer Maschendrahtzaun angeschafft und sämtliche Blumenbeete, und sind sie noch so klein, extra eingezäunt, u.s.w.

 

Da ich nicht aufhöre zu wachsen, wurde der A4 meines Herrchens mittlerweile auch schon zu klein, weshalb er sich Ende Mai einen neuen Passat angeschafft hat, den er extra für mich mit einer sehr guten Fensterfolie ausgestattet hat, damit es mir ja nicht zu heiß wird. Das finde ich ziemlich interessant, weil man mich von außen nicht sieht. Sitze ich also im Auto und geht jemand oder ein anderer Hund vorbei und ich beginne zu bellen, sieht es aus, als würde das Auto bellen. *ggg* Natürlich paßt das neue Auto farblich perfekt zu mir!

 

Ich muß schon sagen, ich merke, wie sehr ich in der Familie willkommen bin und wie sehr sie mich liebt.

 

Heute bin ich 11 Monate alt, habe eine Risthöhe von 86 cm und wiege 67 Kg, was aber noch lange nicht genug ist.....

 

 

 

Untergriesbach, im Juni 2003

 

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